Was ist eine Hitzeinsel?

Was ist eine Hitzeinsel?

Der Klimawandel hat auf Großstädte wie Wien spürbare negative Auswirkungen. Dort wird es heißer. Städtische Siedlungsgebiete unterscheiden sich in vielen Punkten stark von den umgebenden ländlichen Gebieten, so auch in den klimatischen Komponenten wie dem Niederschlag, den Windverhältnissen und der Temperatur. Die Folge sind sogenannte städtische Hitzeinseln („Urban Heat Islands“). Definiert werden derartige Hitzeinseln über den Temperaturgegensatz zwischen Stadt und Umland. Der Temperaturunterschied zwischen der Stadt und dem ländlichen Umfeld kann bis zu 12 °C betragen!

Wodurch entstehen Hitzeinseln?

Als Hauptursache für die Entstehung von Hitzeinseln gilt die Versiegelung natürlicher Flächen mit Asphalt. Die knapp 12.000 m2 große Asphaltfläche des Naschmarktparkplatzes ist eine klassische Hitzeinsel. Im Sommer heizt sich der Platz auf bis zu 70 °C auf. Das stellt ein enormes Problem für unser Stadtklima dar.

Die Stadt Wien hat sich für die kommenden Jahre verschiedene Ziele gesetzt, um Hitzeinseln zu begegnen:

  • Verbesserung des Komforts öffentlicher Räume durch Schutz vor sommerlicher Überhitzung (z.B. durch ausreichende Beschattung und Belüftung, adäquate Materialienwahl) sowie Begrünungsmaßnahmen bei Gebäuden (Fassaden, Dachbegrünungen, Dachgärten)
  • Verbesserung des Stadtklimas und Erhöhung der Aufenthaltsqualität als wichtiger Planungsinput für Gestaltungsmaßnahmen im öffentlichen Raum. Wo immer möglich sollen noch mehr „grüne Schneisen“ ins Stadtinnere integriert werden.
  • Nutzung der Ergebnisse des Projektes „Urban Heat Islands“ zur Identifizierung von Wärmeinseln (Wärmeinselkataster)
  • Einsatz von Regenwassermanagement, um Regenwasser gezielt und sinnvoll zu nutzen sowie um sicherzustellen, dass Regenwasser möglichst an Ort und Stelle versickern kann.

Die Umgestaltung des Naschmarktparkplatzes zu einem klimafitten Ort ist eine von vielen  Maßnahmen, um diese Ziele zu erreichen.

Hier geht es zum Strategieplan gegen Hitzeinseln der Stadt Wien.